Benutzeroberfläche

Die Benutzeroberfläche des IOZER basic wird über den Webbrowser geöffnet und dient zur Inbetriebnahme, Konfiguration, Diagnose und Programmierung des Geräts. Sie ist für den lokalen Betrieb ausgelegt: Nach dem Aufruf der IP-Adresse des Geräts stehen Dashboard, Programmierung, Einstellungen, Updates und Diagnosefunktionen direkt im Browser zur Verfügung.

Aufbau der Oberfläche

Dashboard mit Geräte-, Programm-, Netzwerk- und Schnittstellenstatus
Dashboard mit Geräte-, Programm-, Netzwerk- und Schnittstellenstatus

Die Oberfläche ist in drei Bereiche gegliedert:

  • Linke Seitenleiste: Hauptnavigation zu Dashboard, Programm, Datenpunkte, I/O & Schnittstellen, Einstellungen, Update, Protokoll und Funktionen.
  • Kopfleiste: Geräte-, Programm- und I/O-Status, Sprache, Hilfe und angemeldeter Benutzer.
  • Arbeitsbereich: Inhalt des gewählten Menüpunkts, zum Beispiel Dashboard, Einstellungen oder Programmieransicht.

Im linken oberen Statusbereich wird der aktuelle Geräte- oder Programmzustand angezeigt. Ein aktives Programm wird grün dargestellt. Zustände wie Setup-Modus, gestoppte Programme oder Störungen werden zusätzlich über die Status-RGB-LED am Gerät signalisiert.

Menüpunkte

Menüpunkt Zweck
Dashboard Übersicht über Gerät, Programm, Netzwerk, Schnittstellen und Datenpunkte. Diese Seite ist der zentrale Einstieg für Inbetriebnahme und Diagnose.
Programm Erstellung und Bearbeitung der lokalen Automatisierung. Hier werden Ereignisse, Blockly-Logik und JavaScript-Programme verwaltet.
Datenpunkte Zentrale Übersicht der Werte, Datenquellen und Datenziele; Import, Export und Home Assistant AutoDiscovery.
I/O & Schnittstellen Konfiguration von digitalen Eingängen und Ausgängen, 1-Wire, Modbus und MQTT.
Einstellungen Gerätebezeichnung, Autostart, Zeitzone, Netzwerk und Benutzerkonten.
Update Verwaltung von Firmware-Updates.
Protokoll Anzeige von System- und Ereignismeldungen für Fehlersuche, Inbetriebnahme und Service.
Funktionen Gerätefunktionen für Service und Wartung, zum Beispiel Geräteneustart oder Backup.

Je nach Firmware-Version, Lizenz oder Entwicklungsstand können zusätzliche Menüpunkte sichtbar sein.

Dashboard

Das Dashboard fasst die wichtigsten Betriebsdaten des Geräts zusammen. Typische Informationen sind Seriennummer, Gerätemodell, Hardware- und Firmware-Version, Systemzeit, Betriebszeit, Speicherstatus und CPU-Auslastung.

Zusätzlich zeigt das Dashboard den Zustand des aktiven Programms, den Status der Datenpunkte sowie die wichtigsten Netzwerk- und Schnittstelleninformationen. Für Integratoren ist diese Seite besonders hilfreich, um nach dem Einschalten schnell zu prüfen, ob das Gerät erreichbar ist, ob das Programm läuft und ob angebundene Schnittstellen wie 1-Wire, Modbus oder MQTT korrekt arbeiten.

Programm

Im Bereich Programm wird die lokale Logik des IOZER basic erstellt und verwaltet. Die Programmierung ist ereignisorientiert aufgebaut: Ein Ereignis löst eine Aktion aus, die mit Blockly oder JavaScript beschrieben werden kann.

Typische Aufgaben in diesem Bereich sind:

  • Ereignisse für Eingänge, Datenpunkte, Zeitpläne oder Systemzustände anlegen
  • Blockly-Logik erstellen und testen
  • JavaScript-Code bearbeiten
  • Programme speichern, übernehmen und ausführen
  • Programmzustand prüfen

Die fachlichen Grundlagen sind unter Programmierung beschrieben.

Datenpunkte

Der Hauptmenüpunkt Datenpunkte enthält die zentrale Werteübersicht und die Bearbeitungsdialoge. Über das Mehr-Menü ⋮ lassen sich Datenpunkte importieren, exportieren und für Home Assistant veröffentlichen. Siehe Datenpunkte.

I/O und Schnittstellen

Unter I/O & Schnittstellen werden digitale Ein- und Ausgänge, 1-Wire, Modbus und MQTT konfiguriert. Über I/O aktivieren beziehungsweise I/O deaktivieren wird deren gemeinsamer Betrieb unabhängig vom Programm gestartet oder gestoppt. Die Statusanzeigen unterscheiden Deaktiviert, Gestoppt, Aktiv/OK und Fehler.

Ein gestopptes Programm lässt I/O und Schnittstellen weiterlaufen. Umgekehrt kann ein Programm bei gestopptem I/O weiter ausgeführt werden, erhält dann aber keine laufenden Hardware- oder Schnittstellenwerte. Beim Programmstart mit inaktivem I/O bietet der Dialog Abbrechen, Ignorieren (Programm ohne I/O starten) und I/O aktivieren (I/O und anschließend Programm starten) an.

Programmstart bei inaktivem I/O mit Abbrechen, Ignorieren und I/O aktivieren
Programmstart bei inaktivem I/O mit Abbrechen, Ignorieren und I/O aktivieren

Im Setup-Modus ist I/O nach dem Start deaktiviert; die Ausgänge sind ausgeschaltet. Aktivieren Sie I/O für den Funktionstest nach Abschluss der Konfiguration manuell. Im Standard-Betriebsmodus steuert I/O & Schnittstellen automatisch starten das Startverhalten unabhängig vom Programm-Autostart. Siehe Allgemein.

Beim Stoppen von I/O nehmen die Ausgänge ihren konfigurierten Stopp-Zustand an. Zustand beibehalten erhält auch ein laufendes Blinken. Details stehen unter Digitale Ausgänge.

Einstellungen

Unter Einstellungen befinden sich die Registerkarten Allgemein, Netzwerk und Benutzer. Hier konfigurieren Sie Gerätebezeichnung, Autostart, Zeitbasis, Netzwerk und Zugriffsdaten.

Die gemeinsame Bedienung mit Speichern und Übernehmen ist unter Einstellungen beschrieben.

Update

Der Menüpunkt Update dient zur Aktualisierung der Firmware. Vor einem Update sollte geprüft werden, ob die Versorgung stabil ist und ob die aktuellen Einstellungen dokumentiert oder gesichert sind.

Während des Updates darf das Gerät nicht spannungslos geschaltet werden. Nach Abschluss des Updates startet das Gerät in der Regel neu und die neue Firmware-Version wird anschließend im Dashboard angezeigt.

Protokoll

Das Protokoll zeigt Systemmeldungen, Ereignisse und Hinweise zur Laufzeit an. Es unterstützt bei der Fehlersuche, wenn ein Programm nicht wie erwartet startet, eine Schnittstelle nicht verbunden ist oder ein externer Dienst nicht erreichbar ist.

Für Service und Inbetriebnahme ist das Protokoll der erste Anlaufpunkt, wenn Dashboard oder Status-LED auf eine Störung hinweisen.

Funktionen

Unter Funktionen sind gerätespezifische Werkzeuge und Aktionen zusammengefasst. Diese können für Inbetriebnahme, Diagnose oder Wartung verwendet werden.

Je nach Firmware-Version können dort unterschiedliche Funktionen verfügbar sein, zum Beispiel Neustart- oder Backupaktionen. Kritische Aktionen sollten nur ausgeführt werden, wenn die Auswirkungen auf die Anlage bekannt sind.

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