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Diese Seite führt durch die Erstinbetriebnahme eines IOZER basic (IOZ-B-10) im Schaltschrank oder in einer geeigneten Verteilung. Sie richtet sich an Elektrotechniker und Integratoren, die das Gerät anschließen, ins Netzwerk bringen und für die weitere Automatisierung vorbereiten.
Installation, Anschluss und Inbetriebnahme dürfen nur durch qualifiziertes Fachpersonal erfolgen. Arbeiten Sie nur im spannungsfreien Zustand, verwenden Sie eine geeignete SELV-/PELV-Versorgung und beachten Sie die Sicherheitshinweise sowie die zulässigen elektrischen Grenzwerte.
Ein direkter Anschluss an Netzspannung, z. B. 230 V AC, ist nicht zulässig. Das gilt insbesondere auch für die Relaisausgänge.
Vorbereiten
Prüfen Sie vor der Montage:
- Gerätetyp: IOZER basic (IOZ-B-10)
- Versorgung: 7 - 30 V DC, SELV/PELV, typ. Leistungsaufnahme < 5 W
- Leiterquerschnitt der steckbaren Schraubklemmen: 0,14 - 0,75 mm² / AWG 26-18
- Einbauort: geschlossene Betriebsstätte, IP20, 0 °C bis +50 °C, nicht kondensierende Umgebung
- Zugriff auf Ethernet oder WLAN für die Erstkonfiguration
1. Montage
Montieren Sie den IOZER basic auf einer 35-mm-DIN-Schiene nach EN 60715.
Notieren Sie die Seriennummer oder halten Sie den QR-Code am Gerät bzw. auf der Verpackung bereit. Er wird bei der WLAN-Ersteinrichtung verwendet.
2. Elektrisch anschließen
Führen Sie den elektrischen Anschluss nur im spannungsfreien Zustand aus. Prüfen Sie vor dem Einschalten Polarität, Kurzschlüsse und festen Sitz aller Klemmen.
| Anschlussgruppe | Klemmen | Hinweise |
|---|---|---|
| Versorgung | V+, GND |
7 - 30 V DC; Klemmen doppelt ausgeführt zur Weiterverdrahtung |
| Digitale Eingänge | GND, 1 - 4; GND, 5 - 8 |
8 galvanisch getrennte Eingänge, gruppiert zu je 4 Eingängen, max. 24 V DC |
| Digitale Ausgänge | COM, 1 - 4; COM, 5 - 8 |
8 Relaisausgänge als Schließer-Kontakte (NO), gruppiert zu je 4 Ausgängen |
| 1-Wire | +5V, DQ, GND |
1-Wire-Bus mit 5-V-Versorgung |
| RS485 | A, B, SHLD |
Modbus RTU oder IOZER link; Busabschluss bei Bedarf per Jumper zuschalten |
| Ethernet | RJ45 | 10/100 Mbit |
| USB-C | USB | Service-Schnittstelle |
Beachten Sie für die Ein- und Ausgänge:
- Digitale Eingangssignale:
0bei <= 2 V DC,1bei >= 5 V DC; der Bereich dazwischen ist undefiniert. - Relaisausgänge: max. 30 V DC, max. 300 mA pro Kanal, max. 10 VA.
- Jeder digitale Eingang und jeder digitale Ausgang besitzt eine eigene Status-LED.
Weitere Grenzwerte finden Sie in den technischen Daten.
3. Setup-Modus prüfen
Schalten Sie die Versorgung ein. Bei der ersten Inbetriebnahme startet das Gerät im Setup-Modus. Dieser ist am blauen Blinken der Status-RGB-LED erkennbar. Weitere Anzeigen finden Sie unter Status-LED und Reset-Taste.
Falls das Gerät nicht im Setup-Modus ist, drücken Sie die Reset-Taste zweimal. Danach stellt das Gerät wieder die Erstkonfiguration bereit.
4. Weboberfläche öffnen
Verbinden Sie sich über WLAN oder Ethernet mit dem Gerät.
| Verbindung | Vorgehen | Adresse |
|---|---|---|
| WLAN | QR-Code scannen oder manuell mit der SSID IOZER-<SERIENNUMMER> verbinden |
http://192.168.198.1 |
| Ethernet | Rechner im passenden Netz anschließen oder statisch konfigurieren | http://192.168.199.1 |
Der Setup-Access-Point ist mit WPA2 verschlüsselt. SSID und Kennwort sind auf dem Label der Produktverpackung aufgedruckt. Das Kennwort ist außerdem im QR-Code auf der Verpackung und am Gerät enthalten.
Bei WLAN-Verbindung sollte die Einrichtungsseite automatisch im Browser geöffnet werden. Falls nicht, rufen Sie die passende Adresse manuell auf.
Die Standardzugangsdaten lauten:
| Feld | Wert |
|---|---|
| Benutzername | admin |
| Kennwort | iozer |
Ändern Sie das Standardkennwort bei der ersten Anmeldung in ein Kennwort mit entsprechend hoher Komplexität.
5. Grundkonfiguration setzen
Konfigurieren Sie nach der Anmeldung die projektrelevanten Grundeinstellungen:
- Netzwerk: DHCP oder statische IP, WLAN-Client oder Access-Point, Gateway und DNS
- Zeitbasis: Zeitzone und NTP, falls Zeitstempel, Protokolle oder Zeitprogramme verwendet werden
- Schnittstellen: RS485-Rolle, Modbus RTU/TCP, 1-Wire, MQTT und REST API nach Projektvorgabe
- Datenpunkte: eindeutige Namen, Datentypen, Einheiten und Bindings auf Eingänge, Ausgänge, Modbus, 1-Wire oder MQTT
- Benutzer und API-Zugriffe: HTTPS aktivieren; Rollen, Passwörter und API-Token nur nach Bedarf vergeben
Für lokale Automatisierung können anschließend Ereignisse mit Blockly oder JavaScript erstellt werden. Siehe auch Datenpunkte und Programmierung.
6. Funktionstest durchführen
Prüfen Sie vor der Übergabe mindestens:
- Versorgung und Status-LED verhalten sich erwartungsgemäß.
- Digitale Eingänge wechseln sauber und werden in der Weboberfläche korrekt angezeigt.
- Relaisausgänge schalten nur zulässige Lasten innerhalb der angegebenen Grenzwerte.
- RS485-Bus ist richtig gepolt, bei Bedarf geschirmt und/oder terminiert.
- 1-Wire-Geräte werden erkannt und liefern plausible Werte.
- MQTT-, Modbus-TCP- oder REST-Verbindungen erreichen das vorgesehene Zielsystem.
- Lokale Logik startet, stoppt und reagiert wie geplant.
Dokumentieren Sie IP-Adresse, Zugangskonzept, angeschlossene Klemmen, Datenpunktnamen und Integrationsparameter für Betrieb und Wartung.
7. Firmware und Übergabe
Prüfen Sie vor der Inbetriebnahme im Produktivbetrieb, ob eine freigegebene Firmware-Aktualisierung verfügbar ist. Updates können OTA oder über Datei-Upload in der Weboberfläche eingespielt werden.
Weitere Informationen: Versionshinweise.